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Strandhaus "Zum Reisenden Mann"

An der Grenze von Mehrhoog, 50m von der „Langen Renne“ entfernt, an der alten Poststraße Rees – Wesel liegt das Strandhaus  „Zum reisenden Mann“.

 

Hubert Kleinpass schrieb im Heimatkalender von 1965 zu diesem Thema:

Das frühere Haus mit anliegendem Grund und Boden sowie der Renne gehörte bis etwa 1955  zum großen Gut „Bellinghoven“ und wurde dann infolge der Bodenreform Eigentum eines Ostvertriebenen.

 

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war Heinrich Theyßen Pächter dieses Gehöfts. In dem Haus wurde zudem eine Gastwirtschaft betrieben. Der Sohn Bernhard, 1794 geboren, hielt wohl mehr vom Reiten, Fischen und Jagen als vom Schulunterricht. Mit 17 Jahren zum Heeresdienst nach Wesel, das damals von den Franzosen besetzt war, einberufen, desertierte er bald, um nicht unter Napoleon kämpfen zu müssen. In Holland wurde er wieder erwischt und als Deserteur nach Wesel ins Gefängnis gebracht.

 

Das Ende der napoleonischen Herrschaft brachte auch seine Freilassung. Er trat in die Dienste des Grafen von Aspel, Freiherrn von Wittenhorst-Sonsfeld-Töven, wo er sich in der Forst- und Jagdwirtschaft ausbilden konnte. Mit ihm machte er mehrere längere Reisen durch Frankreich und Holland.

Als er ab 1818 als Stütze der Eltern daheim blieb, verbreitete sich sein Ruf als weit- und vielgereister Mann und man nannte ihn landauf und ab „de reisende Mann“.

 

Er wurde der erste Berufsjäger in dieser Gegend und heiratete 1825 Anna Alaida Buckmann vom Bergshof an der B8.

Ein Sohn und sechs Töchter stammen aus dieser Ehe. Eine Tochter bewirtschaftete mit ihrem Mann das Anwesen weiter. Sie konnte noch zu Lebzeiten ein Grundstück von der Größe eines Morgens von „Bellinghoven“ käuflich erwerben und auf demselben ein eigenes Haus bauen, das inzwischen als Strandhaus neuzeitig hergerichtet wurde. 

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg bewirtschaftete Maria Scheepers, eine Urenkelin des „reisenden Mannes“, und ihre Schwester Margarete Niehaus das Strandhaus.

Danach übernahmen die Tochter der Letzteren, Margarete, und ihr Mann Norbert Boland diese Aufgabe.

 

Heute bewirtschaftet deren Sohn Michael das Strandhaus.

Ja, Geschlechter kommen, Geschlechter gehen, doch geblieben ist der Name, den der Jäger Bernhard Theyßen dieser Flur gegeben hat, der schöne Name 

„Zum reisenden Mann“.